Kabinett der Premierminister

Andrew Bennett

ALDENROTH. Vor wenigen Tagen hat in Aldenroth die neue Tory-Regierung unter Führung von Andrew Bennett ihre Arbeit aufgenommen. Dabei kann sich der neue Prime Minister auf ein ganzes Kabinett voller Erfahrung stützen. Sämtliche seiner Ministerinnen und Minister bekleideten bereits zuvor das Amt des Regierungschefs.

Wenig überraschend – und seit nunmehr drei Regierungen für Kontinuität sorgend – übernahm former Prime Minister Countess Dyce of Caerwyn das Amt der Minister of Foreign and Empire Affairs. Von der auch im Ausland anerkannten Außenpolitikerin wird man keine Überraschungen, sondern die Fortsetzung ihres Kurses erwarten dürfen. Gebetsmühlenartig hat die Gräfin immer wieder klar gemacht, dass die Allianz mit Astor und die Nordantikaunion für sie die wichtigsten Bausteine der albernischen Außenpolitik sind. Countess Dyce of Caerwyn soll jedoch auch den Vorsitz einer Royal Commission übernehmen, die die Grundsätze albernischen Außenbeziehungen grundlegend neu formuliert.

Daneben wird former Prime Minister Scarlett Philippa Frinton die Amtsgeschäfte als Minister of Home and Medean Affairs fungieren. Die eigentlich aus der königlichen Post kommende Frinton hatte ihre – weitgehend blasse – Amtszeit durch vorgezogene Neuwahlen verkürzt. Welche konkreten Schritte von ihr zu erwarten sind, wird man wohl erst nach der Thronrede erfahren. Aus Tory-Kreisen heißt es jedoch, dass sich Frinton zum einen verstärkt um Neubürgeranwerbungen kümmen soll und zum anderen den Fokus der albernischen Politik wieder stärker auf die nericanische Kronkolonie lenken soll.

Abgerundet wird die Regierung Ihrer Majestät durch former Prime Minister Sir Peter Paisley. Als Schatzkanzler hat man bei im das langwierige Thema „WiSim“ abgeladen. Seit dem Aussetzen der ecosim ringt Albernia um die Wiedereinführung einer Wirtschaftssimulation. Dabei waren es vor allem die Tories, die einem solchen Projekt skeptisch gegenüberstanden. Immer wieder betonten sie, dass man zunächst prüfen und dann das Volk befragen wolle. Angesichts der derzeit am Markt verfügbaren Modelle scheint es daher in dieser Legislaturperiode nicht zu einem solchen Unterfangen zu kommen. Prime Minister Bennett sicherte anlässlich seines Besuchs in Glenverness dem Ryal Realm zu, dass man eine gemeinsame Einführung bevorzuge.

Gespannt darf man bleiben, wie Her Majesty’s Most Loyal Opposition auf das Kabinett der Premierminister reagieren wird. Die Labourfraktion im House of Commons ist mit former Prime Minister Sir Alfie Callahan und former Chancellor of the Exchequer Dionysius Buddenberg nicht minder qualifiziert aufgestellt. Doch schwächelte die Arbeiterpartei zuletzt und es bleibt fraglich, ob sie eine eigene Regierung stemmen könnte. Gänzlich verabschiedet haben sich indes die Liberaldemokraten. Einst starke Regierungspartei stürzten sie nach dem Rückzug ihres Vorsitzenden Patrick Botherfield weit in die politische Bedeutungslosigkeit ab. Für den albernischen Parlamentarismus bleibt zu hoffen, dass es schon bald wieder zu einem Gleichgewicht der Parteien kommt, denn vom Diskurs auf Augenhöhe lebt der politische Betrieb in Whiteminster.

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